Anschlussbehandlung
Strahlentherapie
Wenn der Tumor von uns operiert werden konnte, ohne dass die Brust insgesamt entfernt wurde, ist die anschließende strahlentherapeutische Behandlung die Regel. Denn auch bei sorgfältiger Operationstechnik mit genügend großem Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe können einzelne Krebszellen, die in der Brust verblieben sind, der Herd für ein erneutes Tumorwachstum (Rezidiv) sein. Ein Verzicht auf eine Strahlentherapie nach brusterhaltender Operation kann deshalb aus medizinischen Gründen nur selten empfohlen werden.

Manchmal ist auch nach Brustamputation (Mastektomie) eine Bestrahlung ratsam. Dies hängt mit verschiedenen Merkmalen des ursprünglichen Tumors und dem Alter der Patientin zusammen. Strahlentherapien werden ambulant durchgeführt. Die Bestrahlung selbst dauert dabei nur wenige Minuten. Häufige Nebenwirkungen einer Strahlentherapie sind sonnenbrand-ähnliche Hauterscheinungen, Pigmentflecken und die Bildung kleiner Narben im Brustgewebe selbst.

Komplementäre Therapiemaßnahmen
Bis zu 70% aller Krebspatientinnen greifen auf komplementäre Therapiemaßnahmen zurück, um ihr Immunsystem zu stärken und sich selbst stärker in den Behandlungsablauf einbringen zu können. Diese Patientinnen haben den Wunsch, durch Bewegung, spezielle Verhaltensweisen und gute Ernährung einem Rezidiv vorzubeugen oder das Weiterwachsen eines Tumors zu verhindern. Die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfehlen, dass man täglich 5 Portionen Pflanzenprodukte - 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst - zu sich nehmen sollte. Zusätzlich sind Vollkorn-Getreideprodukte zu empfehlen, die in ihren Hüllbestandteilen protektiv wirksame B-Vitamine und Spurenelemente wie Selen und Zink enthalten. Gleichzeitig sollte man Fleisch, Wurst, Eier, Butter, Fett im Käse und Süßigkeiten drastisch reduzieren. Ganzheitsmedizinische Maßnahmen müssen individuell angepasst werden, so z.B. Ernährungsumstellung, Erhaltung des biologischen Gleichgewichtes der Darmflora, Ausgleich von Spurenelementen und Vitaminhaushalt, seelische Führung und Angstauflösung, Beseitigung von Risikofaktoren wie Bewegungsarmut, Übergewicht und Toxin-Zufuhr.